Viele Führungskräfte starten sehr motiviert und operativ in Ihre Führungsrolle.
Was jedoch fehlt sind klar formulierte Erwartungen.
Führung heißt Erwartungsmanagement in alle Richtungen.
Als Führungskraft bewegen wir uns zwischen mehreren Stakeholdern:
– Geschäftsführung / Vorstand: Strategische Ziele, KPIs, Prioritäten.
– Peers: Zusammenarbeit, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten.
– Kund:innen / interne Auftraggeber: Qualität, Verlässlichkeit, Kommunikation.
– Das eigene Team: Sicherheit, Orientierung, Entwicklung, Fairness.
Und genau hier wird es spannend. Die größte Lücke entsteht oft im Team.
Habt ihr euer Team schonmal gefragt: „Was erwartet ihr eigentlich von mir?“ Die Antworten sind aus meiner Erfahrung unterschiedlich, teilweise gegensätzlich.
Genauso wichtig ist die Gegenfrage: „Was erwarte ich ganz konkret von meinem Team?“
Nicht „Ownership“ oder „Proaktivität“ als Buzzwords.
Sondern:
Wie sehen gute Entscheidungen aus?
Wann erwarte ich Eskalation?
Wie viel Abstimmung ist sinnvoll?
Welche Ergebnisse zählen wirklich?
Wie messen wir Erfolg?
Erwartungen, die nicht ausgesprochen werden, werden interpretiert.
Und Interpretation ist der Nährboden für Frust.
💡 4 praktische Tipps aus meiner Erfahrung
1. Erwartungen explizit machen und schriftlich festhalten.
Haltet im Team-Workshop eurer gemeinsames Erwartungsbild fest.
2. Erwartungsklärung ist keine Einmalaktion.
Bei neuen Projekten, Strategiewechseln oder neuen Teammitgliedern neu justieren.
3. Gegenseitigkeit leben.
Frage dein Team aktiv: „Was braucht ihr von mir, um erfolgreich zu sein?“
4. Unausgesprochene Konflikte früh ansprechen.
Oft steckt hinter „fehlender Performance“ schlicht eine Erwartungsdifferenz.
Sprecht über Erwatungen:
Denn Klarheit schafft Sicherheit.
Sicherheit schafft Verantwortung.
Und Verantwortung schafft Performance.








