Die Karnevals-Strategie im Unternehmertum: Wer Events schafft, schafft Nachfrage
Ich als rheinländisches Mädchen, und noch dazu an Altweiber geboren, bin natürlich mit Karneval groß geworden 🥳 Umso spannender fand ich den OMR-Podcast mit Deiters-Inhaber Herbert Geiss. Besonders beeindruckt hat mich seine Erzählung, wie er in Städten wie Berlin die Nachfrage nach Karnevalskostümen nicht einfach abgewartet, sondern selbst aktiv geschaffen hat: durch die Implementierung von Karnevalsumzügen und der Organisation von Partys.
Erst das Erlebnis, dann das Bedürfnis und daraus entsteht Nachfrage.
Das ist ein starkes unternehmerisches Prinzip, das weit über den Karneval hinausgeht.
Viele Unternehmer fragen sich: Wie finde ich mehr Kunden? Die spannendere Frage lautet meiner Meinung nach: Wie kann ich Rahmenbedingungen schaffen, in denen mein Angebot überhaupt erst relevant wird?
Innovation bedeutet nicht immer, ein neues Produkt zu erfinden. Manchmal bedeutet sie, einen neuen Anlass, ein neues Format oder ein neues Bewusstsein zu schaffen, das Menschen erst erkennen lässt, dass sie genau dieses Angebot brauchen. Dieses Denken lässt sich auf viele Branchen übertragen. Ein Fitnessstudio kann lokale Challenges oder Community-Events organisieren, statt nur Mitgliedschaften zu verkaufen. Ein Restaurant kann Themenabende etablieren, die einen Anlass schaffen, genau dort essen zu gehen.
Wer erste Aha-Momente erlebt, erkennt viel klarer den eigenen Bedarf und entscheidet sich anschließend bewusst für eine intensivere Begleitung. So entsteht Nachfrage nicht zufällig, sondern strategisch. Unternehmertum bedeutet eben nicht nur, Angebote zu machen. Es bedeutet, Gelegenheiten zu schaffen, in denen Menschen merken, dass genau dieses Angebot ihr nächster logischer Schritt ist. 🤝








