„Mein Team ist einfach nicht motiviert.“
Diesen Satz höre ich als Business Coach erstaunlich oft.
Vor einiger Zeit saß mir eine Führungskraft gegenüber, sichtlich frustriert.
Gute Leute, spannende Projekte und trotzdem fehlte der Drive im Team.
Seine Erklärung war klar: „Die wollen einfach nicht mehr leisten.“
Ich habe ihm folgende Frage gestellt: „Wissen Sie eigentlich, was Ihre Mitarbeiter wirklich antreibt?“
Stille.
Wir sind tiefer eingestiegen.
Nicht in KPIs. Nicht in Zielvereinbarungen.
Sondern in die Motive hinter dem Verhalten.
Ein Mitarbeiter wollte vor allem Sicherheit.
Eine andere suchte Gestaltungsspielraum.
Ein dritter war getrieben von Anerkennung und Sichtbarkeit.
Und was machte die Führungskraft?
Sie führte alle gleich.
Das Problem war also nicht das Team.
Das Problem war ein einheitlicher Führungsansatz für unterschiedliche Menschen.
Wir haben gemeinsam nur eine Sache verändert:
👉 Führung individueller gedacht.
Mehr Freiraum für die eine.
Klarere Strukturen für den anderen.
Mehr Feedback für den dritten.
Das Ergebnis?
Plötzlich war die „fehlende Motivation“ kein Thema mehr.
Meine wichtigste Erkenntnis aus solchen Situationen:
Motivation ist selten das eigentliche Problem.
👉 Es ist das Wissen um die Motive der Mitarbeiter und fehlende Verständnis für individuelle Motive.
Gute Führung bedeutet nicht, Menschen zu verändern.
Sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sie motiviert sein können.
Die entscheidende Frage ist daher nicht:
„Wie motiviere ich mein Team?“
Sondern:
„Was braucht jeder Einzelne, um motiviert zu sein?“








