„Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung.“
Die Freude ist groß und die frisch gedruckten Visitenkarten liegen auf dem Schreibtisch. Director, ein langer Traum geht in Erfüllung und ein Titel, der mich auf dem Papier befähigt zu führen. Die Frage ist jedoch, was bedeutet das für meinen Alltag? Bin ich jetzt wirklich Führungskraft?
Führung beginnt nicht mit einer neuen E-Mail-Signatur. Sie beginnt morgens, wenn Entscheidungen anstehen, wenn Menschen Orientierung suchen oder wenn Konflikte unausgesprochen im Raum liegen.
👉 Führung ist kein Titel. Führung ist eine Haltung.
Echte Führung entsteht dort, wo jemand Verantwortung übernimmt, auch ohne formale Macht. Wo zugehört wird, statt vorschnell zu urteilen. Wo Klarheit wichtiger ist als Beliebtheit und wo Mut und Respekt Hand in Hand gehen.
Was bedeutet das ganz konkret im Alltag?
- Vertrauen schenken
Übertrage Verantwortung bewusst.
Sag nicht nur „Mach mal“, sondern:
„Ich traue dir das zu und ich bin da, wenn du mich brauchst.“ - Schwierige Gespräche früh führen
Je länger Konflikte liegen bleiben, desto lauter werden sie.
Sprich Themen ruhig, konkret und wertschätzend an, solange sie noch lösbar sind.
Kritisches Feedback ist kein Angriff, sondern eine Einladung zur Entwicklung. - Entscheidungen erklären
Auch unpopuläre Entscheidungen werden tragfähiger, wenn Menschen das Warum verstehen.
Führung heißt nicht, immer recht zu haben, sondern Verantwortung zu übernehmen.








