Mitarbeitermotivation verstehen – wie Führungskräfte Motive wirksam nutzen
„Ich möchte wissen, wie ich meine Mitarbeitenden motivieren kann.“
Dieses Anliegen höre ich häufig von Führungskräften. Deshalb möchte ich Ihnen heute eine praxisnahe Methode vorstellen, mit der Sie gezielt über Motive Ihrer Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und Motivation nachhaltig fördern können.
Die wichtigste Erkenntnis vorab: Motivation entsteht von innen
Zunächst die ehrliche Antwort: Sie können Ihre Mitarbeitenden nicht motivieren.
Motivation ist intrinsisch, sie entsteht aus den individuellen Motiven eines Menschen heraus und kann nicht von außen verordnet werden.
Die gute Nachricht:
Als Führungskraft können Sie ein Arbeitsumfeld gestalten, in dem die Motive Ihrer Mitarbeitenden berücksichtigt und gelebt werden können. Genau hier liegt der Schlüssel zu nachhaltiger Motivation, Engagement und Leistungsbereitschaft.
Schritt 1: Motive Ihrer Mitarbeitenden erfragen
Der erste Schritt besteht darin, die Motive Ihrer Mitarbeitenden zu verstehen. Stellen Sie beispielsweise die Frage:
„Was motiviert Sie, jeden Tag zur Arbeit zu kommen?“
Geben Sie Ihrem Mitarbeitenden ausreichend Zeit zum Nachdenken, gerne auch im Vorfeld des Gesprächs. Wenn Motive genannt werden, bitten Sie um eine konkrete Beschreibung. Denn ein Motiv kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Beispiel Lob:
Manche Mitarbeitende schätzen öffentliche Anerkennung im Team
Andere bevorzugen ein persönliches Lob im Vier-Augen-Gespräch
Falls es schwerfällt, Motive spontan zu benennen, kann eine Motivübersicht helfen. (Sprechen Sie mich gerne an, ich stelle Ihnen diese Übersicht zur Verfügung.)
Eine zusätzliche Unterstützungsfrage ist die sogenannte Wunschfrage:
„Wenn Sie morgen aufwachen und völlig unabhängig von allen aktuellen Rahmenbedingungen entscheiden könnten – was würden Sie beruflich tun?“
Schritt 2: Ist- und Soll-Zustand klären
Sind die Motive bekannt, besprechen Sie gemeinsam, wie gut diese aktuell im Arbeitsalltag erfüllt werden und wie der gewünschte Soll-Zustand aussehen sollte.
Hilfreich ist eine Skalierungsfrage, zum Beispiel:
Wo stehen Sie aktuell auf einer Skala von 1 bis 10?
Wo möchten Sie idealerweise stehen?
Diese Einschätzung schafft Klarheit und macht Entwicklung sichtbar.
Schritt 3: Konkrete Maßnahmen vereinbaren
Im nächsten Schritt entwickeln Sie gemeinsam Lösungen:
Was kann der Mitarbeitende selbst tun, um den gewünschten Zustand zu erreichen?
Wie können Sie als Führungskraft gezielt unterstützen?
So entsteht gemeinsame Verantwortung und ein realistischer Handlungsplan.
Schritt 4: Motive im Führungsalltag berücksichtigen
Reflektieren Sie nach dem Gespräch, wie Sie im Alltag individuell auf die Motive Ihrer Mitarbeitenden eingehen können. Überlegen Sie gezielt,
welche Aufgaben passen,
welche Rahmenbedingungen motivierend wirken
und wie Sie Entwicklungsmöglichkeiten schaffen können.
Mitarbeitermotivation nachhaltig fördern
Möchten Sie lernen, Motive Ihrer Mitarbeitenden systematisch zu erkennen und Motivation langfristig zu stärken?
Sprechen Sie mich gerne an – ich unterstütze Sie praxisnah in der Führung und Mitarbeiterentwicklung.








